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 Die zwölf Reiche

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jomikel

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Die zwölf Reiche - Die Reiche zerfallen 24.08.2012 18:28:47 (permalink)
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21.    Die Reiche zerfallen
Er hatte seine magnetische Scheibe im Kampf verloren. Entweder vernichtet oder aber sie trudelte irgendwo durch das Fluid. Somit hatte er den Überblick verloren den über Zentrumsbereich verloren. Inzwischen waren er aber dem Zentrum des Universums so nahe gekommen, dass die Flotten der zwölf Reiche in Sichtweite zueinander kamen. Er konnte sogar schemenhaft die Flotte des Reiches Scorpio in der Ferne erkennen. Sie schien fast auf gleicher Entfernung zum Zentrum zu liegen. Die Flotte des Reiches Pisces lag hinter ihm auf der anderen Seite des Schiffswracks.  Alle anderen Flotten lagen zu weit entfernt, um ohne Fernsicht wahrgenommen werden zu können. Hin und wieder zog ein Schiff vorbei aber sosehr er winkte und um Mitnahme bat, man lies ihn zurück. Da er nicht der einzige Schiffbrüchige war, konnte er dieses Verhalten überall beobachten. Schiffbrüchige wurden zurückgelassen, da sich jedes Schiff nur noch um sich selbst kümmerte. Im Laufe der nächsten Perioden lösten sich nach und nach auch die Gruppen auf. Das Reich Libra zerfiel und nur einzelne Schiffe mit deren Besatzungen verblieben. Und er selbst auf seinem Wrackteil. Irgendwann zog auch das letzte Schiff aus dem Reich Libra an ihm vorbei. Für ihn war es aussichtslos geworden, überhaupt noch das Zentrum des Universums zu erreichen. Und wenn ehrlich gegenüber sich selbst blieb, so hatte er dies tief im Inneren auch schon seit Anbeginn an gewusst.

Seine umgebaute Rennjacht hielt sich sehr gut im vorderen Feld des Reiches Virgo. Nicht weit entfernt aber seitlich, zogen die letzten Schiffe aus dem benachbarten Reich Cancer vor ihm her. Auf der magnetischen Scheibe, eine Erfindung eines Gleichgesinnten aus dem Reich Libra konnte er die Positionen der Schiffe aller Reiche sehr gut beobachten. Er hatte ihn damals für einen Spinner gehalten, aber die Modifizierungen an seinem Fernfeld dann doch durchgeführt. Man konnte ja nie wissen. Es hatte sich ausgezahlt zu wissen, wo sich größere Gruppen von Schiffen vor ihm aufhielten. Oder wo recht schnell Schiffe verschwanden. Letzteres waren orte an denen viele Blitze auftauchten. So konnte er sich den gefährlichen Stellen im Zentrumsbereich entziehen. Während seiner Flucht hatte es sich plötzlich um die Hälfte erweitert und ihm einen kompletten Blick auf die Flotten der zwölf Reiche im Zentrumsbereich ermöglicht. Bis es vor wenigen Augenblicken teilweise ausviel. Dem Anschein nach war entweder bei seinem Gleichgesinnten die modifizierte Fernsicht ausgefallen oder aber sein Schiff war vernichtet worden. Er verschob einige Atome Augit an der Bordwand und gewann wieder eine Winzigkeit mehr an Geschwindigkeit. In der letzten Periode hatten sich einige Reiche schneller, anderer wiederum langsamer vorwärtsbewegt. Zudem hatte er herausgefunden, dass sein Flussmesser, der die Stärke des Magnetfeldes des Universums maß, schwankende Werte anzeigte. Auch die Anzahl der magnetischen Partikel im Fluid hatte sich erhöht, wie es ihm sein Partikelzähler zeigte. Der innere Zentrumsbereich ändert sich zusehends. Das Reich Cancer lag noch immer an der Spitze aller Flotten der zwölf Reiche. Die Flotten der Reiche Aquarius und Pisces hatten ihre Positionen gewechselt. Aus irgendeinem unbekannten Grund war das Reich Aquarius zurückgefallen. Zurückgefallen war auch das Reich Libra, in dem sich sein Gleichgesinnter aufhielt. Oder aufgehalten hatte.
Gruß, Jomikel
 
#21
    jomikel

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    Die zwölf Reiche - Verschmelzung 25.08.2012 20:43:50 (permalink)
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    22.    Verschmelzung
    Er sah keine Schiffe mehr. Weder hinter noch vor sich. Auch zu den Seiten, obwohl man so nahe am Zentrum des Universums von Seiten kaum noch sprechen konnte. Das Zentrum lag in Sichtweite der Fernsicht. Ein merkwürdiger Ort. Dort gab es kaum noch diese gefährlichen spiraligen Nebelfelder, dafür aber zahlreiche Blitze. Es wirkte noch immer wie ein blinder Fleck aber doch konnte man mehr erkennen, als wenn man noch weiter entfernt war. Es kräuselte sich dort und er bekam das Gefühl, das sich das Universum dort nach oben und unten hin erweiterte. Es lag noch nicht lange zurück, als das unzählige Schiffe an seinem Wrackteil vorbeigekommen waren. Keines hatte ihn aufgenommen. Er konnte es verstehen als er die Zweikämpfe zwischen den Schiffen und auch auf den Schiffen beobachten konnte. War die Flucht vor dem Untergang des Universums zu beginn noch abstrakt und fern gewesen, so änderte es sich immer mehr je näher sie dem Zentrum des Universums kamen. Zudem kamen nun auch die Schiffskämpfe zwischen den benachbarten Reichen dazu. Das einst unbegrenzte Universum war klein geworden. Er fragte sich, wie ein Reich mit seinen Schiffen den Übergang schaffen wollte, wie es der dritte Satz «Das schnellste Reich sich retten kann» der Prophezeiung aussagte. War damit wirklich ein komplettes Reich gemeint?

    Hinter ihm baute sich eine Mauer aus Schiffen auf. Auch seitlich vor ihm, zu seiner rechten, baute sich eine Wand aus Schiffen auf. Das Reich Cancer lag dort mit all seinen Schiffen vor dem Reich Virgo. Aber er hoffte noch auf eine Rettung denn ihm war der dritte Satz der Prophezeiung in den Sinn gekommen, demnach sich das schnellste Reich retten konnte. Er hatte sich überlegt, wie der Übergang erkennen wollte, welches Schiff zu welchem Reich gehörte? Seine Rennjacht war schnell und er verbesserte sie ständig, um noch schneller voranzukommen. Es würde nicht lange dauern und er wäre inmitten der Flotte des Reiches Cancer. Da dieses, laut seiner leider nur noch halb funktionierenden Magnetscheibe, an vorderster Position lag, würde er sich retten können. Seinen Überlegungen nach war er dann ein Bestandteil des führenden Reiches und würde den Übergang in das benachbarte Universum schaffen. So wie zu beginn die zwölf Könige, als sie dieses Universum erreichten, ihre jeweiligen Reiche aufgebaut hatten.
    Gruß, Jomikel
     
    #22
      jomikel

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      Die zwölf Reiche - Implosionswelle 26.08.2012 15:39:43 (permalink)
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      23.    Implosionswelle
      Er hatte geschlafen wie so oft in den vergangenen fünf Perioden und wachte bei einem murmelnden Geräusch auf. Das war neu. Er blickte sich um. Dann sah er, entgegengesetzt zum Zentrum, etwas in der Ferne. Eine weitere Flotte von Schiffen? Nachzügler des Reiches, die neue Schiffe gebaut oder versteckte gefunden hatten? Nein. Dazu war die Wand, die er erkennen konnte zu homogen. Eine lange Zeit verbrachte er vor dem Fernfeld und beobachtete die Wand. Denn nichts anderes war es. Eine Wand aus den Bruchstücken von abermillionen von Materiebrocken. Er wusste sofort, um was es sich handelte. Es war die Implosionswelle des Universums, die er dort sah. Und sie näherte sich unaufhaltsam. Aber etwas war seltsam an ihr. Ihre Bewegung war extrem langsam und das konnte nicht sein. Sie sollte eigentlich irrsinnig schnell unterwegs sein. Aber es schien ihm, als wenn sie gemächlich heranrollte. Irgendwann brauchte er das Fernfeld nicht mehr. Die massiv wirkende Wand schob sich unaufhaltsam auf ihn zu und erst jetzt begriff er, dass sie dabei immer schneller wurde, je näher sie sich ihm und damit auch dem Zentrum des Universums näherte. Sie unterlag anscheinend einem Zeiteinfluss, der vom Zentrum ausging. Oder die Flotten der zwölf Reiche unterlagen ihm, während die Implosionswelle dem nicht unterlag. Es war eigentlich auch völlig egal. Er konnte nicht weg und die Implosionswelle näherte sich unaufhaltsam. Wie eine Wand schob sie sich immer schneller auf ihn zu und dann war es so weit. Sie erreichte das Wrackteil. Schob es anfangs, eine Weile vor sich her und fraß dabei immer mehr vom ihm weg. Er selbst hatte Zuflucht am anderen Ende des Wrackteils gesucht. Diese Zuflucht wurde aber innerhalb weniger Sekunden von der Welle aus zerkleinerten Materiebrocken verschluckt. Und er mit ihr. Sein Rennen war zu Ende.

      Die Darstellung auf der magnetischen Scheibe über dem Fernfeld hatte sich wieder verändert. Konnte er anfangs noch alle zwölf Reiche übersehen, so hatte es sich vor einigen Tagen ausgehend vom Reich Virgo auf nur sechs Reiche reduziert. Cancer, Leo und Taurus zur Rechten sowie Capricornus, Aries und Aquarius zur Linken. Nun reduzierte sich die Übersicht abermals. Aber nicht in der Form, das Reiche verschwanden, sondern die Darstellung reduzierte sich aus den ehemaligen Reichen kommend. Zuerst dachte er, die Scheibe verkleinerte sich aber es war nicht die Scheibe, die sich verkleinerte, sondern das Universum. Was er beobachten konnte, war die Implosionswelle, die sich nun in den inneren Bereich des Universums hineinschob. Nun wo er das finale Ende des Universums sich nähern sah, wurde ihm etwas anders. Bisher war es nur eine Prophezeiung, eine Flucht auf einer Rennjacht gewesen nun aber optisch erkennbar. Er richtete ein Fernfeld rückwärts, konnte aber aufgrund der zahlreichen Schiffe nichts erkennen. Aber nicht mehr weit entfernt von den letzten Schiffen schob sich unaufhaltsam die Implosionswelle immer näher heran. Dies bedeutete aber auch, das es die zwölf Reiche wie er sie kannte nicht mehr gab. Er hatte mit seinem Schiff inzwischen die Flotte des Reiches Cancer erreicht. Hin und wieder wurde er mit magnetischen Haltern beschossen aber er hatte um sein Schiff ein antimagnetisches Feld aufgebaut. Schwach zwar nur aber ausreichend für diese Art von Angriffen. Er hatte noch etwa vier Perioden Zeit um sich näher an das vordere Ende der Flotte vorzuarbeiten.
      Gruß, Jomikel
       
      #23
        jomikel

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        Die zwölf Reiche - Blitzinferno 28.08.2012 16:37:05 (permalink)
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        24.    Blitzinferno
        Die Flotten der Reiche Cancer und Virgo, sowie wahrscheinlich auch vieler weiterer Reiche, waren nun nicht mehr auseinanderzuhalten. Damit war seine Annahme, wie sie die dritte Zeile der Prophezeiung versprach «Das schnellste Reich sich retten kann.», nicht weiter haltbar. Wo begann und wo endete denn nun ein Reich? Das schnellste Reich hieß es, würde den Übergang durchqueren können. Als Schiff des Reiches Virgo war er nun inmitten der Schiffe aus dem Reich Cancer. Gehörte er damit, aus Sicht der Prophezeiung, auch zum Reich Cancer? Ihm kamen immer mehr Zweifel daran. Ihm wurde klar, das anscheinend doch nur die schnellsten und damit ersten Schiffe den Übergang durchqueren konnten, bevor die Implosionswelle sie einholte. Seine Rennjacht musste also noch schneller werden. Er sichtete die Gruppierungen, seiner zusätzlichen magnetischen Atome im Rumpf der Rennjacht. Aber die waren bereits optimal angeordnet. Schneller als derzeit würde er seine Rennjacht nicht bekommen. Ihm blieb nur die Hoffnung auf Fehler der vor ihm befindlichen Schiffe oder auf die Naturgewalten hier im inneren Zentrumsbereich des Universums. Die spiraligen Nebelwolken gab es allerdings kaum noch. Hauptsächlich nur noch die Blitze. Und Letztere begannen nun, sehr viel häufiger aufzutauchen. Wobei sie jedes Mal ein Schiff vernichteten.
        Es wurde blitzartig immer heller vor ihm. Erst sah er es nur vereinzelt, dann aber immer häufiger. Die Blitze nahmen nicht nur an Intensität, sondern auch an Häufigkeit zu. Und die Flotten wurden immer mehr reduziert. Wodurch aber auch das Problem der Trümmerteile auftauchte. Diese wurden schlagartig immer mehr. War es schon schwierig gewesen den Schiffen auszuweichen, so wurde es bei den immer mehr werdenden Trümmern fast aussichtslos. Den kleinen Trümmern wich er schon gar nicht mehr aus und den größeren so gut er es konnte. Die Blitze schlugen nun auch neben seiner Rennjacht ein. Wenig später befand er sich inmitten eines Infernos von Blitzen. Sein Schiff wurde aber nicht getroffen, bis dann ein Blitz in das genau vor ihm befindliche Schiff einschlug. Zum Ausweichen blieb keine Möglichkeit mehr. Seine Rennjacht krachte genau auf das eben vom Blitz getroffene Schiff auf. Da er es hatte kommen sehen, war er vor dem Aufprall in seiner kleinen, als Schutzraum umgebauten Kabine, verschwunden. Durch die verglaste Eingangsöffnung musste er nun mit ansehen, wie sein Schiff auseinanderbrach. Aber damit nicht genug. Drei Zyklen des Ausharrens später sah er die Implosionswelle von hinten auf sich zukommen. Die Kabine hielt dem ersten Ansturm, der Unmengen an kleinen Partikeln der in der Explosionswelle zerriebenen Materiebrocken stand. Der Rest seiner Rennjacht jedoch nicht. Als dann auch seine kleine Kabine begann sich aufzulösen, sah er einen länglichen stromlinienförmigen Schatten, inmitten der Implosionswelle vorbeirasen. Was war das denn? Eine Antwort fand er nicht mehr, denn nun wurde auch die kleine Kabine mitsamt Inhalt von der Implosionswelle zerrieben.

        Die einzelnen Flotten der zwölf Reiche bildeten inzwischen eine einzige Flotte von unzähligen Schiffen. Auch wenn schon viele zerstört waren, so blieben noch ausreichend übrig um das Universum vom oberen bis zum unteren Rand auszufüllen. Und auch den Raum seitlich in beide Richtungen komplett auszufüllen. Von den ehemaligen Reichen existierten nun noch die Namen. Für die Besatzungen auf den Schiffen inzwischen bedeutungslos geworden. Sie kämpften um die vordersten Plätze und um ihre Existenz. Denn die Implosionswelle begann nun die letzten Schiffe zu überollen. Unaufhaltsam und unerbittlich. Das gesamte flache, scheibenförmige Universum hinter der Explosionswelle war inzwischen ein Gemenge von kleinen und kleinsten Materiebrocken. Nichts anderes existierte dort mehr im Fluid. Auch keine magnetischen Partikel mehr. Sie alle waren zum Zentrum hin geschoben worden. Im Zentrum des Universums begannen sich daher langsam und stetig, die magnetischen Partikel im Fluid zu verdichten. Im innersten Kern bildeten sie bereits einen festen Körper, zwei Perioden, bevor die ersten Schiffe ihn erreichen würden. Nachdrängende magnetische Partikel verdichteten ihn immer mehr, bis das Universum diesem punktuellen Druck nicht mehr standhalten konnte. Eine Öffnung ins übergeordnete Universum bildete sich aus. Fluid sowie magnetische Partikel flossen ab und reduzierten den immensen Druck. Dabei zog dieser Ausfluss nachfolgendes Fluid ab. Die vordersten Schiffe wurden so aus dem ringförmigen Inferno der Blitze herausgesogen und unaufhaltsam auf den Übergang ins übergeordnete Universum hingesogen. Alle nachfolgenden Schiffe zerbarsten im Inferno der Blitze und wurden von der nachfolgenden Implosionswelle zerrieben. Nur die schnellsten Schiffe erreichten den Übergang.

        Gruß, Jomikel
         
        #24
          jomikel

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          Die zwölf Reiche - Übergang 29.08.2012 15:50:07 (permalink)
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          25.    Übergang
          Er war im Laufe der vergangenen Perioden der Panik immer näher gekommen. Das Schaben und Schleifen von der Hülle des Wellenreiters zerrte an seinen Nerven. Es zerrieb seinen Wellenreiter aber anscheinend doch langsamer als anfangs vermutet. Die Hülle war, nach vierzehn Perioden, noch immer unversehrt. Als er dann aber einen plötzlichen Schub spürte, wurde er nervös. Als Archivar des ehemaligen Reiches Cancer wusste er um die physikalischen Grundlagen des Universums. Solch ein unerwarteter Schub konnte es nicht geben. Es sei denn ...? Ihm wurde klar, das er die genauen physikalischen Gegebenheiten des Übergangs nicht genau kennen konnte. Es war aber sehr wahrscheinlich, das sich der Übergang geöffnet hatte und es dadurch zu einem schnelleren Fluss im Fluid gekommen war. Denn die abfließende Masse des Fluids zog ja unweigerlich Fluid nach. Daher der Schub. Dies bedeutete aber auch, dass er dem Übergang schon sehr nahe sein musste. Der Wellenreiter begann zu vibrieren, behielt aber anscheinend seine Richtung bei. Er fand es nun bedauerlich, das er kein Fernfeld oder wenigstens eine Durchsicht im Wellengleiter eingebaut hatte. So konnte er die Geschehnisse nun nicht mitverfolgen. Nur deren Auswirkungen. Und die wurden immer schlimmer. Er wurde hin und hergeworfen. Nun hörte er auch Aufschläge auf die Hülle. Das Gemenge aus zerriebenen Materiebrocken in der Implosionswelle veränderte sich. Die Bestandteile wurden größer. Er vermutete sofort zerstörte Schiffe der zwölf Reiche. Er kannte sonst keine größeren Bestandteile im inneren Bereich des Universums, denn Materiebrocken gab es darin nicht. Es konnten also nur Schiffe aus den zwölf Reichen sein oder etwas gänzlich unbekanntes. Plötzlich wurde es still und er schwebte in seinem Sitz. Nur gehalten von den Gurten. Dann kehrte die Andruckkraft zurück aber entgegengesetzt zu der Richtung, in der er sie die letzten Perioden gespürt hatte. Gleichzeitig begann die Hülle des Wellengleiters, an zu glimmen. Immer heller und heller. Bis er vor Helligkeit kaum noch etwas sehen konnte. Der Wellengleiter verschwand aufgelöst in dem unbegreiflichen physikalischen Gegebenheiten des Überganges. Einzig eine Art Membran näherte sich ihm. Er durchstieß die Membran ohne, dass er es verhindern konnte. Dann wurde es schlagartig dunkel um ihn herum.

          Gruß, Jomikel
           
          #25
            jomikel

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            Die zwölf Reiche - Das andere Universum 30.08.2012 15:52:06 (permalink)
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            26.    Das andere Universum
            Er konnte nicht begreifen, was er vor sich sah. Ein Universum ohne Begrenzungen. Eine unbegrenzte Höhe, Tiefe und Weite, angefüllt mit seltsamen bunten Punkten. Ein Meer an kleinen Farbpunkten, die trotz ihrer Helligkeit das Dunkel nicht vertreiben konnte. Und es war still. Kein permanentes Murmeln war zu hören. So sah also das benachbarte Universum aus, dachte mikeej42 aus dem Reich Cancer.  Hinter ihm durchdrangen Schiffe aus dem Reich Cancer die Membran und lösten sich, im Gegensatz zu ihm, sofort auf und flogen als bunte Punkte in die Tiefe des neuen Universums. Das Meer an bunten Punkten wurde vielfältiger. Die Prophezeiung hatte sich erfüllt. Mit einem wohligen Gefühl begann nun auch er, sich in diesem neuen Universum aufzulösen. Es überwältige ihn dermaßen, das ihm als Letztes ein unwillkürlicher Laut entfuhr.
            «Wow!»
            Dessen akustische Welle verursachte in der Membran hinter ihm, eine Schwingung mit genau dem Signalverlauf 6-E-Q-U-J-5 im Fluid des implodierten Universums. Dort prägte sie sich langsam und unaufhaltsam im Fluid ein. Ein permanentes Summen dieser Schwingung durchzog den inneren Bereich des flachen Universums und reduzierte die magnetische Feldstärke wieder auf ein normales Maß. Das flache und scheibenförmige Universum begann einen neuen Zyklus.

            Ende
            Gruß, Jomikel
             
            #26
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